Über uns | 17plus

Liebe Freundinnen und Freunde,

ich habe die Tage zwischen den Jahren mal für eine Rückschau genutzt und eine Art Chronik geschrieben.

Zum letzten Mal habe ich das Silvester 2014 gemacht, am Ende des Jahres, in dem für mich die Stunde der Ameisen geschlagen hatte. Ich nerve hier nicht mit einer Zusammenfassung, Ihr könnt den Artikel ja selber lesen …

Hatte 2015 ganz im Zeichen von Tango gegen TTIP gestanden …

… mussten wir 2016 mit unserem Engagement und der Mobilisierung für die Brüsseler CETA-Demo – 3 Tage nach den 7 Großdemos in Deutschland – sogar innerhalb unserer eigenen Bewegung gegen den Strom schwimmen.

Aber auch wenn wir mit nur einem Bus von Bielefeld aus nach Brüssel gefahren sind … mit 15.000 überwiegend jungen Menschen auf dem Platz vor dem Kommissionsgebäude unplugged das Lied von den zornigen Menschen zu singen war der fantastische Höhepunkt von zwei engagierten und kreativen Jahren.

Wenn Ihr Euch das Video von Detlev Müller davon anschaut, könnt ihr hinten in der Mitte die roten »STOP TTIP«-Buchstaben erkennen … das waren wir :-)!

Für mich kann ich sagen, dass Familie und Freunde sich sicherlich hier und da vernachlässigt gefühlt haben. Vielleicht versöhnt es Euch ein bisschen, wenn ich Euch auf meine Reise durch das vergangene Jahr mitnehme?!

2017 stand gleich zu Anfang unter dem Zeichen der Agenda2030, von Nachhaltigkeit und Gemeinwohl-Ökonomie.

7. Januar 2017

Mit den SDGs über die SDGs hinausdenken

Ökumenischer Kick-off-Tag, Mainz

Über eine der vielen Emaillisten, die ich abonniert habe, kam die Einladung zu einem Ökumenischen Treffen in Mainz, bei dem es um den Konziliaren Prozess und die SDGs gehen sollte.

Nach einem wunderbar gastlichen Abend inklusive Schlafgelegenheit bei Familie Schönhöffer in Ingelheim trafen wir am nächsten Tag im M1 | Coworking-Space mit über 40 Teilnehmenden aus ganz Deutschland zusammen. Tiefen-Ökologie, Kath. Arbeiterbewegung, Attac, Agenda 21, Nachhaltige Stadtentwicklung Berlin-Treptow/Köpenick, Weltladen, Pax Christi, BUND, … Alter 16 bis 70+ … breiter könnte man sich das Spektrum der Teilnehmer·innen kaum vorstellen.

Inspiriert durch die junge Architektur des M1 und die Moderationskunst von Tobi Rosswog | living utopia hatten wir einen überbordend vollen und bereichernden Tag mit Menschen, die seit kurzem oder schon seit Jahrzehnten Alternativen suchen, Nachhaltigkeit leben und Transformation (mit)gestalten.

Einen besonders nachhaltigen Impuls setzte für Lutz und mich die Keynote von und Begegnung mit dem über 70jährigen Klaus Wazlawick, ehem. Mitarbeiter im Bundes-Umweltministerium und Initiator des Agenda21-Aktionsplans in Berlin-Treptow/Köpenick. Dort ziehen seit über 20 Jahren kommunale, kirchliche, Vereins- und andere Aktive zum Thema Nachhaltigkeit an einem Strang.

Klaus machte in seiner Keynote darauf aufmerksam, was für unglaubliche Chancen in der Agenda 2030 mit den 17 UN-Nachhaltigkeitszielen und vor allem in der Tatsache stecken, wie niedrig die hierarchischen Hürden für eine globale Zusammenarbeit sind: zwischen uns, also der Basis, und der UNO gibt es nur die Bundesregierung – und bundesweit vier RENNs (Regionale Netzwerkzentren Nachhaltigkeit) als Kommunikationsschnittstellen.

Von meiner Perspektive vom letzten Tag des Jahres aus war rückblickend Klaus‘ Begeisterung für die SDGs und die Agenda 2030 der Rote Faden, an dem entlang wir im Laufe des Jahres die meisten Knoten knüpfen konnten. Für uns als winziges Campaigner-Duo »Tango gegen TTIP« waren im Lauf des jahres vor allem die zahlreichen, niederschwelligen Gestaltungsmöglichkeiten immer wieder überraschend und motivierend.

14. Januar 2017

GWÖ-Workshop in Bielefeld-Bethel

Auf dem »Quo vadis GWÖ?«-Workshop der Gemeinwohl-Ökonomie-Regionalgruppe Bielefeld ging es um die Leitfrage, wie und wohin die Regionalgruppe sich entwickeln will, wofür die Ressourcen genutzt werden sollen. Thema war auch die Gründung eines Zweigvereins des erst kürzlich gegründeten GWÖ-Trägervereins Deutschland e.V.

Seit unserer 1. Mindener ZukunftsWerkstatt anno2039 2015 war ich mit der Frage unterwegs: »Was soll da sein wenn das, was wir nicht wollen, verschwunden ist?«

Bei dieser ZukunftsWerkstatt hatte uns Marie Meinhold mit der Idee ihrer ver.de-Versicherung angesteckt, einer genossenschaftlich organisierten Sachversicherung, die nach den Prinzipien der Gemeinwohl-Ökonomie Transparenz, Mitbestimmung, Vertrauen, Kooperation, Verantwortung ud Nachhaltigkeitsstreben arbeitet und dies bei ihren Versicherten voraussetzen und belohnen will. Mit einer GWÖ-Gruppe quasi vor der Mindener Haustür wurde mir während des Bielefelder Workshops klar, dass ich versuchen würde, in Minden ebenfalls eine Regionalgruppe zu gründen.

Da auch im Kreis Höxter bereits eine GWÖ-Gruppe aktiv ist und in Gütersloh eine weitere Gruppe geplant ist, folgte ich meinem Impuls und schlug vor, den Zweigverein doch gleich für Ostwestfalen-Lippe und nicht nur für Bielefeld zu gründen.

Noch auf ihrem Januar-Plenum stimmte die Bielefelder Regionalgruppe der Gründungsinitiative für einen GWÖ-Zweigverein OWL zu (der nota bene im Juni gegründet und im Dezember beim Amtsgericht eingetragen wurde!)

25. Januar 2017

Mindener ZukunftsWerkstatt anno2039 mit besonderen Geschwistern

12 Kinder meines Geschwisterprojekts bei der Lebenshilfe Minden e.V. beschäftigten sich in einer Etappe der Zukunftswerkstatt anno2039 mit der Frage: »Wie sieht für Dich eine gute Welt von morgen aus?« Für die Älteren war die Fragestellung noch einmal zugespitzt auf den Fokus, unter welchen Voraussetzungen sie sich bei ihrer eigenen Zukunftsplanung ausschließlich von ihren Neigungen und Begabungen leiten lassen könnten und nicht von der Sorge um ihre kranken oder behinderten Geschwister.

Der Zeitstrahl reichte diesmal nur bis 2030, um es einfacher zu machen, auf die Ageda2030 und die UN-Nachhaltigkeitsziele Bezug nehmen zu können.

Heraus kam eine inklusive Innenstadt-Vision, verbunden mit einem Appell an die Bundeskanzlerin Angela Merkel für mehr Präsenz von Menschen mit Handicaps in der Öffentlichkeit und auf dem ersten Arbeitsmarkt. Hier gibt es Details dazu…

Der Rest des Jahres 2017 folgt in Kürze …

Manche nennen es ehrenamtliche Arbeit. Wir haben unsere Sehnsucht in Leidenschaft verwandelt.

Minden Minden
Minden Minden
Bielefeld Bielefeld
Berlin Berlin
Minden Minden
Münster Münster
Köln Köln
Brüssel Brüssel

Minden

10. Mai 2015

Tango tanzen wie in Argentinien: wo die Musik erklingt finden sich auch Tänzer ein, egal ob auf der Straße, im Einkaufszentrum oder – im hohen Foyer in der Südmagistrale des Mindener Klinikums auf der ersten Milonga gegen CETA, TTIP und TiSA am Muttertag 2015.

tango.gegen-ttip.de     youtube

Minden

22./23 Mai 2015

Stell Dir vor, 2039 ist es uns gelungen, in einer großartigen, friedlichen und aufblühenden Welt zu leben. Mit dieser Idee startete die 1. Mindener ZukunftsWerkstatt am 22./23. Mai 2015 im Kulturzentrum BÜZ zu einer individuellen und zugleich gemeinsamen Reise zu den Möglichkeiten, die in uns stecken.

www.anno2039.de

Bielefeld

26. September 2015

»Die Kultur sagt »Nein!« zu TTIP! Unterstützt uns bitte sehr!«
Zur Melodie der Europhymne sangen wir den Protesttext der Deutschen Orchestervereinigung – für die Vision von Schiller und Beethoven, die Urheber der Europahymne, für europäische Werte wie Freiheit, Gleichheit, Solidarität, Menschenrechte und die Bewahrung der Schöpfung.

singen.gegen-ttip.de     youtube

Berlin

10. Oktober 2015

Während 250 000 Demonstrantinnen und Demonstranten an der Kronprinzenbrücke vorbeiziehen, tanzen wir dort fünf Stunden mit 400 anderen Tangueras und Tangueros gegen TTIP.

tango.gegen-ttip.de     youtube

Minden

7. Mai 2016

Es war bundesweit die erste Demo, die die drohende vorläufige Inkraftsetzung von CETA, dem »TTIP mit Kanada«, in den Mittelpunkt stellte. Sie zu zweit zu organisieren war eine Herausforderung. Das Ergebnis kann sich sehen lassen, wie die Fotos von Oliver Hallmann zeigen.

www.ceta-demo.de

Münster

18. Juni 2016

Das Münsteraner Bündnis gegen TTIP und CETA hat uns zum Tango gegen CETA und TTTP eingeladen. So macht Widerstand Spaß.

Westälische Nachrichten     youtube

Köln

17. September 2016

Über 300 000 Menschen gehen in sieben deutschen Städten gegen CETA und TTIP auf die Straße. Wir tanzen im Schatten des Kölner Domes Tango gegen CETA. Zusammen mit den Bündnissen gegen CETA und TTIP aus Bielefeld und Münster mobilisieren wir mit 7+1 für die 3 Tage später folgende Demo in Brüssel und sammeln Unterschriften für die NRW-Volksinitiative gegen CETA und TTIP.

tango.gegen-ttip.de

Brüssel

20. Spetember 2016

Widerstand ohne Grenzen – Ein paar Eindrücke von dieser ganz besonderen, jungen und internationalen »Manifestation«, auf deren Höhepunkt 15.000 Stimmen das »Lied von den zornigen Menschen« aus Les Misérables gesungen haben, gibt es auf www.stopceta.de.